Oberrabbiner von Israel eingesperrt, weil er Millionen an Bestechungsgeldern kassierte

Es ist nicht das erste Mal, dass der Oberrabbiner Yona Metzger in den Nachrichten erscheint. Bereits im Jahr 2003 gab es Berichte, wonach er mehrere Männer sexuell belästigt haben sollte. Ein 45-jähriger Trainer und Tourguide meldete sich und behauptete, der Rabbiner hätte ihn vor Jahren sexuell belästigt. Es gab auch noch mehrere andere solcher Anschuldigungen, die bis in die späten 1980er-Jahre zurückreichen. Der Trainer gab an, das Ereignis hätte im Oberrabbinat in Jerusalem stattgefunden: „Während dieses Treffens bemerkte ich, dass Rabbi Metzger nicht aufhörte mich anzustarren. Als das offizielle Meeting vorbei war, kam er auf mich zu und fragte mich, ob ich für ihn arbeiten würde. Er fragte nach meiner Telefonnummer und ob ich ihn in sein Büro begleiten würde. Danach wurden die Dinge wirklich verrückt. Er sagte mir, er will Massagen haben. Ich war schockiert. Dann nahm er meine Hand und fing an, sie zu streicheln. Mir wurde mulmig. Das hier war immerhin der Oberrabbiner und wir waren in seinem Büro. Er sagte, er brauche einen privaten Trainer, der ihm auch Massagen geben kann. Er sagte, er hätte ein Apartment in Tel Aviv, und dass physische Fitness sehr wichtig für ihn wäre… Dann zeigt er auf seinen Bauch und sagte, ich soll mal fühlen. Ich verließ fassungslos sein Büro und blockierte danach alle seine Anrufe. So wurde ich ihn los. Ich erzählte sofort meinen Freunden von diesem Vorfall. Es ärgerte mich, dass er in der Vergangenheit Äußerungen tätigte, die die Gay Pride Parade in Jerusalem verurteilten. Ich frage mich, warum er sich selbst nicht dafür schämte.“

 

Yona Metzger behauptete später, er hätte keine Ahnung, wer dieser Mann sei. Zwei weitere Männer behaupteten Ähnliches und wurden einem Lügendetektortest unterzogen, der zeigte, dass sie sie Wahrheit sagten.

 

Gay Pride Parade in Jerusalem

 

 

 

 

 

 

 

 

Bereits im Jahr 2013 wurde Yona Metzger erstmals verhaftet. Er wurde verdächtigt, Bestechungsgelder angenommen und auch noch andere Verbrechen wie Geldwäsche, Betrug, Behinderung von Ermittlungen und andere Übertretungen begangen zu haben. Die Bestechungsgelder gingen in die Millionen. Es gab auch noch weitere Verdächtige. Metzger und seine Komplizen leiteten Spendengelder an gemeinnützige Organisationen weiter, die von ihnen selbst kontrolliert wurden. Der Rabbiner nahm sich selbst einen Anteil von mindestens 50% dieser Spenden und erwarb damit Apartments auf die Namen enger Familienmitglieder. Auf diese Art wurde das Geld gewaschen. Das Betrugsdezernat der israelischen Nationalpolizei ermittelte mehrere Monate gegen Metzger. Die Polizei kam auch dahinter, dass er versuchte, Zeugen dazu anzustiften, die Ermittlungen zu behindern. Er wurde daraufhin 10 Stunden lang verhört und anschließend unter Hausarrest gestellt. Der Rabbiner suspendierte sich selbst von mehreren seiner Aufgaben. Die Verhaftung und Befragung erfolgte einen Monat vor dem Ende der Amtszeit. Er beendete dadurch seine 10-jährige Amtszeit bereits im Juli 2013.

Im Oktober 2015 wurde dann entschieden, dass Metzger für dreieinhalb Jahre ins Gefängnis muss. Er hat außerdem eine Strafe in Höhe von 1,3 Millionen US-Dollar zu bezahlen. Er wurde schuldig gesprochen wegen Betrug, Diebstahl, Verschwörung, Vertrauensbruch, Geldwäsche, Steuervergehen und der Annahme von Bestechungsgeldern. Er soll insgesamt fast 2,6 Millionen US-Dollar an Schmiergeldern einkassiert haben. Er behielt beinahe 2 Millionen davon selbst und gab den Rest an Komplizen und Wohltätigkeitsorganisationen weiter. In seinem Zuhause versteckte er mehrere zehntausend Dollar in Büchern. Zunächst hatte er behauptet, es handele sich um Gelder aus einer Erbschaft.

Yona Metzer legte geben das Urteil Einspruch ein und verlangte eine Herabsetzung der Strafe. Der Richter Moshe Yoad Hacohen sagte, er müsse die Strafe erhöhen, weil Metzger das Ansehen dieses hohen Amtes verletzt hätte. Deshalb bekam er letztlich 3 ½ Jahre. Wenn der Rabbiner dieses Urteil nicht akzeptiert hätte, wäre er für 6 bis 9 Jahre eingesperrt worden. Metzger ist jetzt der erste Oberrabbiner, der wegen Korruption ins Gefängnis wandert. Anfang Mai 2017 wurde er ins Nitzan-Gefängnis in Ramle überstellt.

 

Es gibt mittlerweile israelische Autoren wie den Historiker Shlomo Sand, der behauptet, dass heutige Israelis gar keine Juden wären, sondern Khasaren. Sand löste mit seinen Büchern rund um die  israelischen Gründungsmythen Kontroversen aus. Er meint, dass die Kluft zwischen seinen authentischen Forschungsergebnissen und der allgemein verbreiteten Geschichtsauffassung erschreckend groß sei. Shlomo Sand hat jedoch nur altes, von der offiziellen Geschichtsschreibung lange Zeit vergessenes und verdrängtes Material verarbeitet. Auch im Buch „Mein Vater war ein MiB“ mit Jan van Helsing kommen namhafte Persönlichkeiten zu Wort, die die verborgene Herkunft und die Ziele der Khasaren aufdecken.